Freitag, November 03, 2006

Baudings Fragen

Teil 1 der angedrohten Gastbeiträge liegt nun hier vor. Ein echter Doktor der Medizin hat diesen Beitrag verbrochen. Die Hälfte aller deutschen Schriftsteller sind Ärzte. Heckenreuther ist als die Regel und nicht die Ausnahme. Bitte bewerten Sie diesen Beitrag in der Kommentarebene! - Lasse -
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Baudings Fragen

D.Heckenreuther


Schlossermeister Bauding zog sich das Hemd wieder an. Er drehte sich zu mir und sagte, wie beiläufig:

"Wie ist das, Herr Doktor? - Wenn ich gestorben bin und unter der Erde? - Was ist dann mit mir?"

"Sie gehen jeden Sonntag in die Kirche, Meister Bauding!" sagte ich abwiegelnd und fügte charmantistisch hinzu: "Wenn es einem von uns beiden zukommt, den Gegenüber darüber aufzuklären, - was nach dem Sterben sei, - dann sind doch sicherlich Sie der Fachmann!"

"Das ist nicht sehr befriedigend!" rümpfte er rügend die Nase. Und, tückisch, nach einer kleinen Pause, fast flüsternd, mir geradewegs in die Augen schauend: "Man erzählt sich wahre Wunderdinge über ihre Bildung und ihr großes Wissen über die Welt."

Ich darauf: "Heidegger, ein Alemanne und Schwabe wie Sie, - eine Vertrauensperson also und sicherlich sehr viel klüger, als ich zu behaupten es niemals fertig bringen könnte zu sein sagt letztendlich nur: Es gibt keine Alternative zum Nichts!"

Da war dann dieser Blick. Der Schlossermeister Bauding sah mich an, so als wolle er sich gerade übergeben. Gekonnt verachtend.

"Was wollen Sie?" sagte ich. - "Wählen Sie aus: Legende oder Wahrheit?"

"Wahrheit!" entschied er sich ganz schnell.

Ganz tief zog ich die Luft in mich ein. Ganz - ganz tief! - Ich sagte:

"Nichts ist! - Wenn Sie gestorben sind - verehrter Meister Bauding - dann wird absolut nichts von dem geschehen was die Priester Ihnen versprochen haben!" - Genüsslich einatmend frug ich nach: "Was hat denn der Pfarrer versprochen?"

"Ich sehe meine Liebsten!" sagte er.

"Nichts! Schwindel! Unsinn! Mogelpackung der Unzulänglichkeiten! Nichts! Keine Eltern im Paradies. Keine Freunde im Paradies. Nichts. Nichts. Keine frühe Liebe. Kein zu frühe gestorbener Oheim!"

"Niemand?" kam seine Nachfrage.

"Niemand und Nichts!" beschied ich.

Der Meister sagte nachdenklich: "Oh! - Da werde ich dann ganz sicherlich wohl sehr enttäuscht sein!"


D.H. (Düren)

3 Comments:

Blogger schreibnetz said...

Beitrag ausgefertigt von Heidi Witzka - Chefsekretärin im Schreibnetz-Imperium - H.W.
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Wie ich nach Düren kam

Düren hat keine Homepage. Düren ist aber (fast) genau so langweilig wie Rhede. Darum fuhr ich nach Düren.

In Düren liegen die einzig bekannten sterblichen Überreste von Anna, der Mutter Marias. Die Omi von Jesus also. Ich fuhr also nach Düren um Zellproben zu ergattern. Dort lernte ich den Doktor H. kennen. Zufall. Egal ob Zufall oder Notwendigkeit. Sicherlich war es beides.

Lars Jane Dahn
(z.Z.: Italien-Sizilien - Scheibenwerfen-Weltmeisterschaften mit E.P.,H.J. und R.C.)
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H.W.

3:19 PM  
Blogger C O R E O L A N said...

Da kann ich nur folgende E-Mail hintenanhängen:

Hallo Nep !

Wetter in Sizilien ganz Fan-Tastisch. Elvis Presley und Harald Juhnke erwarteten mich bereits. Sehr freundlich war auch unser neuestes Clubmitglied (Rudi C.)!

Lasse
...................

3:26 PM  
Blogger schreibnetz said...

Das ist nun das Problem:

Hier sage ich es nochmals:

Du mußt bei dem Provider (hier GOOGLE) unbedingt angemeldet sein!

Ich bin angemeldet!

Mein Name ist -SCHREIBNETZ-

Es geht auch unter -COREOLAN-

Hier

In diesem Laden!

6:43 PM  

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